Wärmewende: Die Solarthermie darf nicht mitspielen

by Jan
Categories: Energie, Nachhaltigkeit
Comments: No Comments
Published on: 13. April 2014

Die Energiewende funktioniert nicht ohne den Wärme- und Gebäudesektor einzuschließen. Das hat sich inzwischen auch im Bundesbauministerium rumgesprochen. Mit 1,3 Mio. Euro unterstützt Bundesbauministerin Barbara Hendricks die neue Informationskampagne „Die Hauswende.“ Ein gutes Zeichen, die Branchenverbände der erneuerbaren Energien haben sich schon lange Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit gewünscht. Dumm nur, bei der millionenschweren Initiative läuft die Solarthermie nur auf Halbmast mit.

Dabei sind alle „relevanten“ Branchenverbände bei der Hauswende-Initiative mit dabei. So behauptet es jedenfalls eine Pressmitteilung der Kampagne. Gemeint sind dabei zum Beispiel der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH), der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) oder auch das deutsche Pelletinstitut (DEPI). Nicht dabei ist allerdings der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar), der sich für die Solarthermie hätte starkmachen können. 

Nicht dass man BDH, BWP oder DEPI unterstellen könnte, sie würden sich nicht für die Energiewende einsetzen. Ganz im Gegenteil. Aber mal ernsthaft, eine Energiewende ohne Beteiligung des Solar-Verbandes? Dabei würde der BSW-Solar der Kampagne gerne mit Informationen und Informationen zu Seite stehen, wie er auf meine Nachfrage erklärte.

Anhänger der „reinen Lehre“ sind nicht dabei

Nun wird die Initiative aber nicht nur von Verbänden unterstützt, auch Unternehmen aus den „relevanten“ Branchen sind dabei. Allerdings sind die Solar-Vertreter auch hier offenbar nicht relevant genug. Zwar sind Firmen dabei, die auch Solarthermie-Systeme im Angebot haben, aber kein Einziges davon stammt originär aus der Solar-Branche. Das ist kein Vorwurf gegenüber den engagierten Mitarbeitern der Solarsparten von Unternehmen wie Bosch oder Vaillant. Unternehmen wie diese decken nicht umsonst den Großteil des Solarwärmemarktes ab, wissen also sehr genau, was sie tun. Aber solchen Unternehmen im Ganzen kann es ziemlich egal sein, ob der Kunde einen Öl-Brennwertkessel, eine Wärmepumpe oder eine Solarthermie-Anlage bei ihnen kauft. Ihren Umsatz machen Sie in jedem Fall. Ob man nun glaubt, dass die Zukunft der Solarwärme der möglichst große Deckungsgrad und das Sonnehaus sind oder nicht, anhören, sollte man Vertreter dieser Lehre auf jeden Fall. (more…)

Wärmepumpe oder Solar/Gas-Kombi?

by Jan
Categories: Energie
Comments: 1 Comment
Published on: 26. Mai 2013

An anderer Stelle wurde ich neulich gefragt, wie man seinen Neubau derzeit am besten zukunftssicher beheizen soll. Zur Auswahl standen zwei Lösungen. Zum einen eine Solarwärmeanlage in Kombination mit einem klassischen Gas-Brennwertkessel oder aber eine Erdwärmepumpe. Für den weniger kundigen Leser an dieser Stelle möchte ich noch mal kurz klarstellen: Solarwärme bzw. -thermie hat nichts mit Strom zu tun und macht auch nicht unseren Strom teuer. Aber zurück zum Thema. Die Frage wie man heizt ist gar nicht so einfach zu beantworten, haben beide Lösungen doch ihre Vor- und Nachteile. Zudem gibt es eine interessante dritte Lösung.

Zuerst zur Gas-/Solarkombi: Hier spart der Hausbesitzer viel Gas ein, welches in der Zukunft immer teurer werden wird. Die Preissteigerung in Deutschland beim Gas lag allein letztes Jahr bei knapp 12 % (Quelle: Eurostat). Je höher der Anteil an Solarenergie ist, desto stärker dämpft sie also zukünftige Preissprünge. Allerdings, so ehrlich muss man sein, steigen dadurch natürlich erst einmal die Investitionskosten.
(more…)

page 1 of 1
Welcome , today is Sonntag, 23. Juli 2017