Kreativtankstelle für Journalisten

by Jan
Categories: Journalismus, Netz
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Published on: 6. Mai 2012

Drei Tage Berlin, drei Tage Re:publica, drei Tage Ideen sammeln. Die Re:publica ist wohl das Treffen schlechthin für die deutsche Internetcommunity. Wobei durchaus auch einiges an internationalem Programm und Publikum vor Ort war. Und da Journalismus und Internet einfach zusammengehören, lieferte das Programm einige spanende Vorträge für den Schreiberling von heute.

Neue und innovative Konzepte sollten zum Beispiel im Panel über Innovationslabore für modernen Journalismus vermittelt werden. Im Ergebnis war das Panel zwiespältig. Eine großangelgte Studie, bei der über 200 Medienmacher mitgemacht haben, kam zu dem Ergebnis, dass das Internet in Deutschland so langsam wirklich bei den Verlagen ankommt. Das klingt vielleicht banal, aber vor zwei oder drei Jahren wäre das Ergebnis sicher nicht so eindeutig ausgefallen. Damit ist also ein wichtiger Grundstein für Innovation gelegt. (weiterlesen …)

Die Pendlerpauschale und der Klimaschutz

by Jan
Categories: Energie, Politik
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Published on: 7. April 2012

Wir sind alle in einer Welt groß geworden, in der es heißt ein hoher Ölpreis wäre etwas Schlechtes. Daher kann man verstehen, wie es kommt das die FDP derzeit laut darüber nachdenkt die Pendlerpauschale zu erhöhen. Schließlich ist mit dem Öl- auch der Benzinpreis gestiegen und Autofahren ist ein hohes Gut in Deutschland.

Im fortlaufenden Kampf um den Klimaschutz kann man sich hingegen nur wundern. Gut 20 % der CO2 Emissionen in Deutschland werden im Verkehr verursacht, das meiste von gewöhnlichen PKWs. Ein hoher Benzinpreis, kann aktiv dazu beitragen, dass weniger Auto gefahren wird. Damit ist ein hoher Öl- und Benzinpreis in erster Linie Klimaschutz. Die Vergangenheit hat mehrfach gezeigt, das Verhalten der Bevölkerung ist vortrefflichst über ein Mittel zu steuern: Geld! (weiterlesen …)

NRW vor der Wahl: Lila/Gelb raus, Orange rein?

by Jan
Categories: Politik
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Published on: 14. März 2012

Im ersten Moment habe ich mich heute sehr gefreut. Es gibt Neuwahlen im Land und die Chance die FDP loszuwerden, ist greifbar nah. Als Journalist sollte ich hier vermutlich etwas neutraler sein, aber da ich in der Energiebranche tätig bin, also der guten regenerativen, ist das leider schon lange nicht mehr möglich. Eventuell steht mit den Piraten, bei aller Unerfahrenheit, sogar eine liberale Ersatzpartei am Start.

Dumm nur das Wir auch nach der Wahl dieselbe Landesregierung haben werden wie zuvor. Gegenüber schwarz Gelb sieht zwar jede Partei derzeit wie der liebe Gott persönlich aus, aber beim aktuellen Haushalt, frage ich mich schon, ob diese Regierung für uns wirklich gut ist.

Das man solche Mengen an Schulden sehenden Auges in Kauf nimmt, kann ich nicht verstehen. Vor allem von den Grünen hätte ich etwas mehr Disziplin erwartet. Man kann doch nicht bei der Umwelt- und Energiepolitik auf Nachhaltigkeit setzen, und wenn es ums Geld geht, so tun als wenn es kein Morgen gibt. Die SPD hat wenigsten die Ausrede das Thema noch nie auf dem Schirm gehabt zu haben.

Industriepolitik statt Förderstopp

by Jan
Categories: Energie, Politik
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Published on: 2. März 2012

Philip Rösler macht mich wahrscheinlich arbeitslos. Warum er das tut, kann ich nicht verstehen. Was er stattdessen tun sollte, kann ich dagegen sehr gut beurteilen.

Es stimmt zwar, das der Ausbau der Photovoltaik im letzten Jahr sehr groß war, aber das ist eben nur die halbe Wahrheit. Die Kürzungen der Solarstromvergütung waren schon 2011 so hoch, dass die Hersteller nahezu unisono Verluste, teilweise im dreistelligen Millionenbereich, eingefahren haben. Wie kam es dazu? Damit Solarstrom billiger wird, gibt es zwei wesentliche Faktoren: Forschung und Massenproduktion. Vor allem der zweite Punkt verspricht großes Potenzial die Kosten zu senken. Das ist aber auch das Problem der derzeitigen Situation. Um billiger zu werden, muss ich immer größere Fabriken mit modernen Maschinen bauen und diese am besten 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche auslasten. (weiterlesen …)

Vom Tippfehler, der Post und meinem Paket

by Jan
Categories: Allgemein
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Published on: 15. Januar 2012

Wer schimpft nicht gerne auf die alten Staatskonzerne. Die Bahn ist immer zu spät, die Energiekonzerne sind Abzocker und die Telekom eine Servicewüste. Bisher gab es allerdings eine Ausnahme. Die liebe Post hat mir immer meine Briefe und meine Post gebracht. Immer pünktlich, immer zuverlässig. Und dank der Packstationen gibt es nicht mal mehr Ärger, weil man eh nie zuhause ist, wenn der DHL-Mann kommt.

Das gilt aber nur so lange, wie niemand einen Tippfehler macht. Passiert das, tut die Post, was man in Fukushima leider nicht konnte, sie startet die große Notabschaltung – nichts geht mehr. Um das zu erklären, muss ich allerdings ein wenig ausholen. Am 6. Januar erhielt ich zwei Pakete mit neuer Fotoausrüstung von Amazon. Dass die Pakete angekommen waren, erfuhr ich vorher durch den E-Mail-Service der DHL. Da ich mehrere Pakete erwartete, las ich nicht alle Mails der DHL. So entging mir zunächst, dass angeblich ein weiteres Paket in Berlin auf mich wartete. (weiterlesen …)

Lesetipp: Wir brauchen wütende Nerds

by Jan
Categories: Netz
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Published on: 3. Januar 2012

Auf der Webseite der Technology Review findet sich seit Kurzem ein sehr schöner Gastbeitrag zum derzeitigen Shift, weg vom PC, hin zum Tablet und Smartphone.

Der Harvard Professor Jonathan Zittrain warnt in dem Beitrag davor, dass das Aussterben der konventionellen PCs Probleme bei Freiheit und Innovationen im Internet mit sich bringt. Den die neuen Geräte sind nicht mehr einfach nur Computer, die halt einfach klein und Mobil sind. Sie sind leider oft geschlossene Systeme, auf die von wenigen Großkonzernen kontrolliert und zensiert werden.

Vor allem Apple kommt – wenig überraschend – sehr schlecht weg. So dürfen Softwareentwickler zum Beispiel keine Apps für das iPhone verkaufen, die dieselbe Funktion wie bestehende Appleprodukte haben. Wer nicht glaubt, dass das schlimm sein könnte, der muss sich Nurmal zu Gemühte führen, was das für andere Branchen heißen würde. Sagen wir einmal Carl Benz hätte im Jahr 1886 allen anderen Menschen auf der ganzen Welt verboten, ebenfalls Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zu bauen, da sein Produkt das Einzige sei, das dies dürfe. Es gäbe weder Toyota, Volkswagen oder gar Ferrari.

Lächerlich? Natürlich, aber heute eben gang und gäbe. Nun ist Apple zum Glück, real betrachtet nur ein kleiner Fisch. Der Marktanteil von Apple im Smartphonemarkt ist glücklicherweise bei lediglich 15-16 Prozent. Aber besorgniserregend ist dies trotzdem, den vor 10 Jahren wäre ein solches Geschäftsmodell noch als absurd verlacht worden, heute verdient man damit Milliarden. Das Konzept könnte sich also schnell auf andere Konzerne ausbreiten.

Universalcode. Journalismus im digitalen Zeitalter

by Jan
Categories: Journalismus, Netz
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Published on: 9. Dezember 2011

Die Medienbranche schwankt derzeit immer wieder zwischen Euphorie und Furcht, das Internet ist Heilsbringer und Weltuntergang zugleich. Wie auch immer man dazu steht, wer als Journalist erfolgreich sein will, tut gut daran sich damit zu beschäftigen.

Eine nette Hilfe dazu bietet meiner Meinung nach das Buch Universalcode. Ich hab das Buch ehrlich gesagt schon einige Wochen hier herumzufliegen gehabt, aber jetzt endlich mal gelesen. Obwohl ich mich im Netz eigentlich zu Hause fühle und auch als Journalist nicht mehr ganz grün hinter den Ohren bin, muss ich sagen das Buch ist wirklich gut. Es bietet einen Rundumschlag über so ziemlich alles, was es zu wissen gibt. Das geht von der Konzeption einer Webseite über Video, Radio, Foto und Crossmedia bis hin zu neuen Spielarten wie dem Datenjournalismus. (weiterlesen …)

Das wird teuer

by Jan
Categories: Energie, Politik
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Published on: 13. November 2011
Der Klimawandel kommt – Punkt. Wer jetzt noch glaubt man könne ihn aufhalten, der muss sich einmal die letzten Zahlen des Global Carbon Projects zu Gemühte führen. Im Jahr 2010 hat sich der globale Kohlendioxidausstoß um 6 % erhöht. Zwar war im Jahr zuvor der globale Ausstoß an Klimagasen in Folge der Wirtschaftskrise zurückgegangen, aber auch das eben nicht ansatzweise so stark, wie man bisher gedacht hatte.

Zwar schwächelte auch 2011 die Wirtschaft in der westlichen Welt, was ihren CO2-Ausstoß ein wenig mindert, aber ewig Anhalten wird dieser Effekt nicht. Zwar schlagen in dem ein oder anderen Industriestaat Effekte durch Energieeffizienz und Erneuerbare an. Aber Fakt ist, die westliche Welt senkt ihren Ausstoß zu einem großen Teil nicht dauerhaft und zum anderen nicht schnell genau.

Fakt ist auch, die wichtigsten Schwellenländer steigern ihren Emissionen in einem Tempo, als wenn es kein Morgen geben würde – böse Zungen könnten behaupten, sie arbeiten sogar darauf hin. So steigerte China seine Emissionen in den letzten beiden Jahren um 6 und um 10 %. In Indien waren es zweimal 9 %. Die beiden Länder waren damit für die Hälfte des Anstiegs verantwortlich. Selbst wenn der Rest der Welt es wollte, dagegen kann er nicht ansparen. (weiterlesen …)

Uhl will Digitask Mitarbeiter anstellen?

by Jan
Categories: Netz, Politik
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Published on: 27. Oktober 2011

Manchmal fragt man sich warum viele Menschen so viel Geld für Kino, Theater und Bücher ausgeben. Die beste Unterhaltung liefert doch, wie so oft, das reale Leben. So kann man dieser Tage in der Mitteldeutschen Zeitung nachlesen, dass der innenpolitische Sprecher der Union Hans-Peter Uhl mit dem Gedanken spielt, Mitarbeiter des Unternehmens Digitask beim Bund anzustellen.

Jetzt ist vielleicht nicht mehr jedem klar, wer Digitask ist. Es handelt sich dabei um das Unternehmen, das den Staatstrojaner programmiert hat. Genau, den Trojaner, dessen Verwendung einen Bruch der Verfassung darstellt. (weiterlesen …)

(K)ein Grund zur Freude?

by Jan
Categories: Energie, Politik
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Published on: 18. Oktober 2011

Zuerst die gute Nachricht: Die EEG-Umlage wird nicht steigen. Zumindest fast, die Erhöhung um lediglich 0,062 Ct/kWh kann man schon fast als Statisches rauschen abtun. Es wird damit fortan schwer, die erneuerbaren Energien als Sündenbock für die nächste Preiserhöhung heranzuziehen. Das mediale Sperrfeuer gegen die erneuerbaren Energien fällt dieses Jahr damit deutlich kleiner aus, als noch vor einem Jahr.

Und die schlechte Nachricht: Die EEG-Umlage sinkt nicht. Das hätte sie aber können, streng genommen eigentlich müssen. Die Berechnungsgrundlage der Umlage wurde im Vorfeld von der Erneuerbaren Lobby zu Recht kritisiert. So weißt zum Beispiel der Bundesverband Windenergie zu Recht darauf hin, dass nach wie vor die letzten drei Monate des Jahres nicht in die Berechnung einfließen. Gerade in dieser Zeit wird, vor allem durch die Windenergie viel preisgünstiger Strom bereitgestellt. (weiterlesen …)

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